präsentiert von Matthias Hanke und Lichtblicke e.V.

Masuren

Natur und Kultur erleben in Nord-Ost Polen Zu den schönsten und in ihrer Ursprünglichkeit einmaligen Landschaften gehört ohne Zweifel in Polen das ehemalige Ostpreußen und dort insbesondere Masuren, das Land der stillen Seen und dunklen Wälder, Rückzugsgebiete für Wisente, Wölfe, Wildpferde und viele andere seltene Tierarten. Bei unserer Ankunft in Polen südlich von Masuren beginnt im Frühjahr der Vogelzug gen Norden. In einem der größten und weitgehend naturnahen Flusstäler Europas, an Narew und Biebrza rasten tausende Vögel, die dann aufgetankt nach Skandinavien weiter ziehen. In den mit Sumpfdotterblumen übersäten Wiesen bieten Grünfrösche, Kreuzkröten, Wechselkröten und Unken ein symphonisches Konzert der Extraklasse. Meist nahtlos fügt sich die ursprüngliche Wildnis in die umgebende Kulturlandschaft ein, die dank der vorwiegend kleinbäuerlichen-extensiven Nutzung in weiten Teilen ihre Natürlichkeit bewahren konnte. Ein wahrer Höhepunkt ist unsere Kanutour auf dem Krutynia-Fluss in Masuren, beobachten Eisvögel beim Fischen. Am Ufer von Bibern gefällte Espen geben dem Fluss einen Urwaldcharakter. Über uns in den Weiden bauen Beutelmeisen emsig an ihren beutelförmigen Nestern und auf einer kleinen Flussinsel spielen junge Fischotter. In Masuren finden wir nicht nur unberührte Natur, Masuren bietet auch kultur-historisch wahre Schätze. Wir besuchen in Swieta Lipka (Heiligelinde), die Wallfahrtskirche. Der Innenraum ist ein Meisterstück des barocken Illusionismus. Die Marienburg, der größte Backsteinbau Europas, erbaut im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden. Über holpriges Pflaster geht es weiter zum Oberländerkanal. Mit guter, alter deutscher Technik werden Schiffe 5 mal auf eine Lore geladen und mit dem Seil gezogen, um auf diese Weise die schiefen Ebenen zu überwinden. Die Wolfsschanze, Hitlers Hauptquartier, zieht jährlich mehr als 300 000 Touristen an, ein Ort mit dunkler Vergangenheit, heute ein ideales, frostsicheres Winterquartier für Fledermäuse. Am Ende übernimmt die Natur, was der Mensch hinterlassen hat. Wir sind unterwegs in der Puszcza Borecka, (Borkener Wald). Hier wurden Wisente aus dem Bialowieza Nationalpark ausgewildert. Ein wahrhaft erhabener Anblick, wenn die bis zu 1000 kg schweren Kolosse mit zotteligem Fell und mächtigem Schädel durch die Wälder ziehen. Elche, ein Wolfsrudel und Luchse kreuzen unseren Reiseweg. In einer alten Buche über uns füttert ein Schwarzstorch seinen Nachwuchs. Unser nächstes Ziel, das Storchendorf Zywkowo. Hier gibt es doppelt so viel Storchennester wie Einwohner. Im Gebiet an der russischen Grenze blühende Wiesen, ein Schlaraffenland für Insekten. Davon profitieren auch die farbenprächtigsten Vögel Europas, die Bienenfresser. Wir machen einen Abstecher nach Danzig, gehen auf Entdeckungstour. Das Herz des alten Danzig bildet der Lange Markt mit den repräsentativsten Bauten. Wir durchwandern den Slowinski Nationalpark an der Ostsee. Über mehrere Kilometer erstrecken sich die bis zu 45 m hohen Wanderdünen. Dann geht es zurück in die Wälder von Masuren. Es ist Paarungszeit beim Rotwild. Das Röhren vom Brunftplatz ist unüberhörbar. Der Herbst hält Einzug. Zigtausend Kraniche aus dem Baltikum und Skandinavien legen hier in Masuren einen Zwischenstopp ein, bevor es in den warmen Süden geht. Auch wir treten die Heimreise an.

Werner Rohlmann

Porträt werner Rohlmann1. Preis „Goldener Schmetterling“ – Bundesfilmfestival Natur 2. Preis und Publikumspreis – Nieders. Autoren-Film-Festspiele Nord. Filmausschnitt ist unter www.wero-naturfilm.de zusehen

Website: www.wero-naturfilm.de

Das Hauptprogramm

Fernwehfestival extra

Sa., 14.30 Uhr

China

Sa., 17.30 Uhr

Sri Lanka

So., 11.30 Uhr

Großbritannien per Rad

So., 14.30 Uhr

Masuren

So., 17.30 Uhr

Tansania

Ausstellungen im Foyer